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Das Problempferd hat meist nur ein Problem und zwar den Menschen.
Oder wie Mark Rashid sagt: "Wenn wir die Pferde dafür verantwotlich machen, dass die Dinge schlecht laufen, wäre das so, als wenn wir mit dem Auto vor einen Baum fahren und dann dem Baum die Schuld geben, weil er im Weg gestanden hat".
„Wir fanden es sehr beeindruckend und waren sehr fasziniert, wie du so schnell erkannt hast, welches Max und unser Problem ist, und wie du damit umgegangen bist. (...)
Ich habe einen Faible für solche Pferde, weil sie den Menschen sehr viel lehren, nicht zuletzt Respekt und Demut. Deshalb habe ich mich spezialisiert auf das Training von sogenannten „Problempferden“, die ein gestörtes Verhältnis zu Menschen, ihrer Umwelt oder sich selbst haben.
Wenn Pferde zu mir kommen, die ein Problem haben, forsche ich nach woher, mit wem oder mit was. Wenn Pferde zu mir kommen, die ein Problem sind, muss ich wissen warum und für wen. Daraus entwickle ich dann das individuelle Trainingskonzept für Pferd und Mensch.
Die Symptome der Pferde können ganz verschieden sein, z. B.
- Konflikte beim Führen oder Anlongieren
- Attackieren, Aggressivität
- Verladeprobleme
- Kleben und starke Orientierung an Artgenossen
- Untugenden wie Steigen, Losreißen, Beißen, Treten und Hinschmeißen
- Stress mit Material wie Halfter, Sattel oder Trense
- Kopfscheuheit oder andere Berührungsängste
- Pferde, die sich nicht einfangen lassen
- Hysterie, Ängste und Panik
Die Ursachen für Verhaltens- oder Beziehungsstörungen sind komplex und vielschichtig. Pferde und Menschen agieren und reagieren miteinander auf drei Wahrnehmungs- und Handlungsebenen: Körperlich, emotional, mental. Beim Training von Pferden dreht sich meist alles darum, seine Bewegungen zu kontrollieren und zu formen. Diese körperliche Ebene steht aber nur scheinbar im Vordergrund, sie ist "nur" Ausdruck der anderen beiden Ebenen, die oft im Vorbewussten verborgen sind.
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